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Mein Gerät
habe ich im Januar 2001 über eine Internet-Auktion ersteigert. Im
Angebotstext stand "nicht stimm-stabil", konkrete Defekte waren nicht
benannt.
Der Preis war aus heutiger Sicht noch günstig, obgleich die Transaktion
eher wagemutig war, hatte ich doch keine weiteren Infor-mationen zu dem
Gerät.
Der Synth kam dann auch etwas lieb-los
eingepackt. Erfreulich war, dass es sich um eine 120-Programm-Version
handelte und ein einfaches Midi-Inter-face von JL Cooper eingebaut war.
In den folgenden Tagen zeigte sich, dass der Xa etliche technische
Defekte auf-wies und so als Instrument völlig insta-bil und unbrauchbar
war. Also vertrau-te ich auf meine technischen Fähigkei-ten und begann mit
den Reparatur-arbeiten. Da ein Service-Manual im Net nicht zu finden war,
musste ich mir die Unterlagen aus den USA beschaffen. |
Die reproduzierbaren Defekte waren dann eigentlich sehr schnell
repariert, da das technische Layout des Xa sehr übersichtlich ist. Da
fast alle ICs ge-sockelt sind, lassen sich Fehler sehr schnell
einkreisen.
Konkret ergaben sich folgende Fehler:
3 Voice-Karten mit defekten ICs, davon ein CEM-VCO, dessen
kurz-fristige Beschaffung schwierig und teuer war,
LFO defekt, ein Kondensator musste ausgetauscht werden,
Netzteilausfälle durch loses Kabel zum Spannungsregler an der Gehäu-serückseite,
einige Tasten hatten gebrochene Kontakte, diese konnten nachgelötet
werden,
beschädigte Kabelverbindung (DIL-Stecker) der Tastatur, musste
erneuert werden |
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Nach diesen Reparaturen begann ich mit
Optimismus nach Werksvorgaben zu kalibrieren, was jedoch trotz
mehr-facher Versuche kläglich scheiterte. Der Xa lief ständig aus der
Stimmung, es kam zu unerklärlichen Ausfällen an verschiedenen Voice-Karten. Dieser Xa war für musikalische Zwecke nicht zu gebrauchen.
Um es vorweg zu nehmen. Alle punk-tuellen Maßnahmen zur Beseitigung der
Instabilitäten führten nicht zum Erfolg. Es galt zu akzeptieren, dass
Mechanik und Elektronik nach 25 Jahren Jahren Abnutzungs- und
Alterungsprozesse zeigt. Zudem wurden vom Hersteller aus einige Probleme
durch minder-wertige Bauteile vorgezeichnet.
Inzwischen habe ich einige Xa hier zur Überprüfung gehabt. Ausnahmslos
alle Geräte zeigten die gleichen Stim-mungsprobleme. Der Ruf des Xa,
stör-anfällig und instabil zu sein, besteht zu recht. Diese
Problematik kann nur durch eine grundlegende Überarbeitung der
Elektronik gelöst werden. |
Diese Maßnahmen
verursachen zwar nur geringe Materialkosten, der Zeit-aufwand ist
jedoch erheblich und dür-fte als Auftragsarbeit den Handels-wert
eines Xa nahezu erreichen.
Reduzierung der Steckverbindungen
Austausch der gealterten Konden-satoren
Austausch der minderwertigen IC-Sockel
Erneuerung der Trim-Potentiometer
Die Maßnahmen waren erfolgreich. Der Xa läuft stimmstabil und
zuverlässig, der Fokus richtet sich wieder auf Musi-kalität und
Spielfreude. Dieses positive Ergebnis hat mich dann motiviert, den Xa
weiter aufzuwerten. Das einfache Midi-Interface wurde durch eines von
Kenton-Electronics ersetzt. Die klap-pernde und anfällige Tastatur wurde
gegen eine aus einem Oberheim XK ge-tauscht.
Entsprechende Beschreibun-gen findet ihr unter Problemlösungen. |

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