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Oberheim OB-Xa Problem Alterung |
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| Alterung | ||
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Bei einem elektronischem Instrument von Alterung zu
sprechen erscheint im ersten Moment abwegig. Dazu muss man sich aber
erneut bewusst mach-en, dass ein Xa heute über 25 Jahre alt ist und
Fertigung und Material mit heutigen Standards nicht zu verglei-chen ist. |
Dies
ist auch kein spezielles OB-Xa-Problem,
sondern betrifft die Zeitge-nossen wie JP8, P5, PPG etc. genau so.
Allerdings tritt diese Erscheinung beim Xa überdeutlich auf, weil
Un-mengen an Kabelverbindungen und Ein-zelplatinen verwendet werden. Außer-dem darf nicht verschwiegen wer-den, dass z.T. minderwertige
Bauteile (IC-Sockel, Steckverbinder) verwendet wurden. |
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| Empfehlung | ||
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Ergeben
sich bei einem serienmäßigen OB-Xa trotz aller Tuning-Bemühungen
anhaltende Stabilitätsprobleme der Stimmung oder kommt es fortgesetzt zu
temporären Aussetzern von Voice-karten etc. helfen keine punktuellen
Maßnahmen, die nur zu Frust führen. Wer das Instrument ernsthaft
benut-zen will, kommt an den nachfolgend beschriebenen Arbeiten nicht
vorbei.
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Wer diese Dinge nicht selbst durch-führen kann (welcher Musiker ist schon zugleich Techniker) sollte sich über Aufwand und Kosten im klaren sein. Ich selbst habe damit zu lange ge-wartet und hätte mir manche Ent-täuschung ersparen können. Insge-samt besteht jedoch eine realistische Chance, den Xa in einen Zustand zu bringen, der (zumindest elektronisch) besser sein dürfte als zum Zeitpunkt des Erstkaufes. |
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| Steckverbindungen | ||
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Ein
Hauptgrund für Tuning-Probleme und plötzliche Ausfälle von
Stimmen ist die unübersehbare Anzahl an Steck-Kontakten und Kabeln
mit beidseitigem Stecker. Die verwendeten Stiftleisten (Hersteller Molex)
haben ein heute un-übliches Rastermaß und sind eigentlich für höhere
Spannungen ausgelegt. Die Kontaktflächen sind nicht vergütet und
verlieren durch Alterung und Oxydation ihre Leitfähigkeit. Schon ein
leichter Druck auf die ein oder andere Kabel-verbindung führt ggf. zu
deutlich messbaren Spannungsänderungen. Ei-nen Ersatz für die Stift- und
Feder-leisten habe ich bisher nicht ausfindig machen können. Eine bloße
Reinigung der Kontakte hilft, wenn überhaupt, nur temporär.
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Ferner muss anschließend komplett kalibriert werden. Kabelverbindungen mit beidseitigem Stecker sollten zumin-dest an einer
Seite fest verlötet wer-den. Sofern eine steckbare Verbindung erhalten
bleiben muss, habe ich gute Erfahrungen mit Steckverbindungen gemacht,
die bei Computer-Netzteilen (AT Typ) verwendet werden. |
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| IC-Sockel | ||
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So bequem es bei Reparaturen auch ist, beim Xa ist es ein zentrales Problem. Fast alle ICs dümpeln in ural-ten low-cost-Fassungen. Da hilft nur ein Austausch. Wer den gewaltigen Aufwand scheut, sollte zumindest prü-fen, ob der rechts abgebildete Typ verwendet wird, da hat der Hersteller wirklich Mist gemacht. Die Bauteile in diesen Sockeln sitzen nicht richtig fest. |
Da die IC-Pins an
den Schmalseiten gehalten werden, ist die Kontaktfläche zusätzlich noch extrem reduziert. Zu prüfen sind insbesondere die TL 082 und CA3080 auf
den Voice-Platinen. |
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| Kondensatoren | Trimmer | |
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Die Alterung insbesondere bei Elektro-lyth und Folien-Kondensatoren ist zwangsläufig und kein spezielles OB-Xa-Problem. Die Bauteile verlieren an Kapazität oder fallen ganz aus. Wei-tere Problemkandidaten sind die trop-fenförmigen Tantal-Kondensatoren. Auch hier ist eine Erneuerung ange-raten. Auch wenn die schiere Zahl an Bauteilen zunächst als nicht zu bewäl-tigen erscheint, die Arbeit geht recht zügig und problemlos von der Hand. Zu belassen sind allerdings die teuren Spezial-Kondensatoren rund um die Filterschaltungen bei den Voice-Karten. |
Ich rate dringend an, die kritischen Abgleich-Trimmer mit hochwertigen Cermet-Typen zu ersetzen. Dies be-trifft alle Trimmer auf der Modula-tions-Sektion und zumindest die Init- und V/Oct-Trimmer auf den Voice-Karten. Weitere Kandidaten fallen u.U. beim Tuning auf und sollten dann ebenfalls ersetzt werden. |
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