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Midi-Update |

Doepfer MKE V2
Bild:www.doepfer.de
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Ziel des Umbaues soll es sein, die
Midi-Fähigkeiten des RK-100 zu verbessern, ohne jedoch die
grundsätzliche Optik des Controllers zu ändern.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen im Umgang mit dem RK stand fest, dass
auf eine After-Touch-Funktion ver-zichtet werden konnte, eine
an-schlagdynamische Tastatur schien mir jedoch sinnvoll.
Neben einer neuen Elektronik musste
demzufolge auch eine neue Tastatur her, da das Original nur über
einfache Tastenkontakte verfügt und für eine Anschlagdynamik ungeeignet
ist.
Letztendlich fiel die Wahl auf bewährte
Produkte der Firma Doepfer, nämlich auf die MKE, eine universelle
Key-boardelektronik und eine Standard-Tastatur von Fatar.
Beides konnte ich
gebraucht, aber neuwertig, im Internet ersteigern. |
Tastatur-Umbau
Die neue Tastatur habe ich entsprech-end gekürzt, mit
anderen Worten: ab-gesägt.
Dabei muss natürlich auch die Platine mit den Tastenkontakten und
Leitun-gen zertrennt werden. Elektronisch ist das aber leicht wieder hinzubekom-men, es mussten nur 3 Leiterbahnen überbrückt werden, für die
Elektronik gelten die nun fehlenden Tastenkon-takte als "offen".
Der rein mechanische
Einbau war et-was schwieriger, da die Befestigungs-punkte mit denen der
Original-Tastatur nicht überein stimmen. Nach genauer Vermessung habe
ich von der Gehäu-serückseite des RK vier Löcher ge-bohrt, durch die man
die neue Tas-tatur verschrauben kann.
Alles andere passt wunderbar und be-durfte keiner Änderungen. |
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Elektronik |
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Bei der
MKE von Doepfer handelt es sich um ein sehr kompaktes Modul mit einigen
Tastern und einem Display.
Trotz der geringen Größe war klar, dass es schwierig
werden würde, das Modul geeignet im RK unterzubringen, das Display
sollte ja sichtbar bleiben.
Letztendlich habe ich dann innerhalb des RK-Gehäuses etwas vom Holz ent-fernt und das
Modul schräg oberhalb der Tastatur platziert. Mir wäre es lie-ber
gewesen, das Display von der Pla-tine zu trennen, was den Einbau sehr
vereinfacht hätte. Allerdings hätte ich das Display nicht zerstörungsfrei aus der Platine löten können.
Also dann so. In die originale
Metall-schiene des RK mit den Tastern habe ich eine passende Öffnung
gesägt und diese mit einem Displayrahmen abge-deckt. Durch
diesen Rahmen wird der Blick auf das schräg darunter befind-liche MKE-Modul möglich und man kann das Display einigermaßen gut ablesen.
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Rein optisch wirkt die Konstruktion recht
elegant. Um die
Elektronik auch programmieren zu können, habe ich die Taster der MKE mit
den Original-Tasten des RK verbunden.
Etwas
aufwendiger war die Verdrah-tung der Bedienelemente am Hals des RK, da
die Spannungen von Bend und MG nicht zu der MKE direkt kompatibel sind.
Hier mussten einfache Span-nungsteiler (Trimmer) eingebaut wer-den, damit
die Ausgangspannungen für das Doepfer-Modul passend sind.
Die genauen Werte ergeben sich aus der sehr aussagekräftigen
Dokumen-tation zur MKE. Die weitere Verdrah-tung war kein Problem und
sollte mit etwas Elektronikkenntnissen zu schaf-fen sein.
Allein
die direkte Umschaltung der Ok-tavlage am Hals des RK muss entfallen,
diese wird nun über die vorgesehenen Tastenfunktion der MKE
programmiert. |

Display der MKE
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Ergebnis |
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Nach dem Umbau verfügt das Korg RK-100
über den vollen programmierbaren Funktionsumfang der Dopefer-MKE, u.a.:
wählbarer Midi-Kanal
Anschlagdynamik (einstellbar)
127 Programme anwählbar
Oktavlage (einstellbar)
Midi-Volume
Midi-Pitchbend
Midi-Modulation
Step up / down
Es sind noch weitere
Funktionen mög-lich, meine persönlichen Wünsche sind jedoch mehr als
erfüllt.
Optik ? Bis auf das Display hat sich am RK nichts geändert, sieht doch
klasse aus.
Mehr Infos zur MKE und zur Tastatur findet ihr bei
Doepfer.
Inzwischen wurde bekannt, dass Ro-land die AX-Serie eingestellt hat, der
Gebrauchtmarkt (2007) reagierte so-fort mit erheblichen Preissteigerun-gen.
Es ist anzunehmen, dass auch die
RK-Modelle nicht billiger werden. |
Wie immer gibt es nun
eine technische und eine praktische Seite.
Die Technik funktioniert einwandfrei und das RK lässt sich jetzt zeitgemäß
in das Midi-Equipment integrieren. Ich vermisse eigentlich nur
die direkte Ok-tavumschaltung, die bei dem begrenz-ten Tastaturumfang
schon sinnvoll ist.
In der Praxis zeigte sich, dass ein an-schlagdynamisches Spiel auf einer Re-mote-Tastatur nicht so einfach ist. Ich habe deshalb einige Sounds
etwas än-dern müssen. Ich bevorzuge eine mo-nophone Einstellung ohne
Legato, die zuletzt gedrückte Taste bestimmt den Ton und es wird bei
jedem Tasten-anschlag neu getriggert.
Ansonsten setzt sich die
Auseinan-dersetzung mit selbstverliebten Solo-Gitarristen u. U. fort, die
nun um so mehr erleben, dass man auch am Key-board den Sound mit den
Fingern ma-chen kann.
Mir persönlich ist es dabei egal, ob der Klang durch elektromagnetische
Ton-abnehmer oder durch DSP-Prozessoren entsteht. Entscheidend ist das
Ergeb-nis und das persönliche Empfinden. |

RK-100, modifiziert mit Fatar-Tastatur
und Doepfer MKE |
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suche Ribbon-Controller |
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Für das RK100 und
andere Mods suche ich noch relativ kurze Ribbon-Controller, wie sie auch
bei den Roland AX-Modellen oder in älteren Moog-Geräten verwendet
wurden. |
Wenn jemand eine Bezugquelle kennt oder
entsprechendes hat, bitte ich um einen Hinweis. |
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